Fixkosten-Rechner für Unternehmen
Betriebliche Fixkosten pro Monat und Jahr berechnen – Miete warm und kalt, Personal mit Lohnnebenkosten, Software, Energie und Abgaben, netto oder brutto, mit Break-even-Umsatz.
Der Fixkosten-Rechner für Unternehmen summiert Miete, Personal, Software, Energie, Versicherungen und Abgaben zu einer Monats- und Jahressumme – netto oder brutto, Gehälter inklusive Lohnnebenkosten. Beispiel: Ein Büro mit drei Angestellten kommt auf 14.727 € Fixkosten im Monat und braucht bei 20 % variablen Kosten rund 18.409 € Umsatz bis zum Break-even.
Fixkosten-Übersicht
Stand · Kosten netto, ohne Umsatzsteuer · Gehälter zzgl. 21 % Lohnnebenkosten
Alle laufenden Kosten deines Betriebs eintragen – der Rechner zeigt, was dein Unternehmen pro Monat und Jahr kostet und ab welchem Umsatz die Fixkosten gedeckt sind. Die Beispielwerte kannst du einfach überschreiben.
Dein Unternehmen
Der Aufschlag gilt für Personalposten, die du als Bruttogehalt einträgst: Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, bei Bedarf plus Umlagen und Berufsgenossenschaft. Genauer rechnet der Lohnnebenkosten-Rechner.
Fixkosten
Betrag je Abbuchung eintragen, nicht je Monat. Bei mehreren gleichen Einheiten – Lizenzen, Beschäftigte, Fahrzeuge – den Einzelbetrag und die Anzahl. Leere Zeilen werden ignoriert.
Ergebnis einordnen (optional)
Variable Kosten sind alles, was mit dem Umsatz steigt: Wareneinsatz, Material, Versand, Zahlungsgebühren, Fremdleistungen. Ohne Angabe rechnet der Rechner mit 0 %.
Fixkosten pro Monat
14.727,12 €
Netto, ohne Umsatzsteuer – im Durchschnitt über das Jahr.
Ab 18.408,90 € Umsatz im Monat sind die Fixkosten gedeckt.
- Fixkosten / Jahr
- 176.725,44 €
- Personal / Monat
- 12.342,00 €
- Räume warm / Monat
- 1.838,33 €
- Je Arbeitstag
- 701,29 €
Kosten nach Bereich
| Bereich | Ø Monat | Jahr | Anteil |
|---|---|---|---|
| Personal | 12.342,00 € | 148.104,00 € | 83,8 % |
| Miete & Pacht (kalt) | 1.400,00 € | 16.800,00 € | 9,5 % |
| Nebenkosten & Energie | 438,33 € | 5.260,00 € | 3 % |
| Beratung & Buchhaltung | 250,00 € | 3.000,00 € | 1,7 % |
| Software & Lizenzen | 180,00 € | 2.160,00 € | 1,2 % |
| Internet & Telefon | 59,00 € | 708,00 € | 0,4 % |
| Versicherungen | 51,67 € | 620,00 € | 0,4 % |
| Beiträge & Abgaben | 6,12 € | 73,44 € | 0 % |
| Gesamt | 14.727,12 € | 176.725,44 € | 100 % |
Räume: 1.400,00 € kalt, 1.838,33 € warm inklusive Nebenkosten und Energie.
Personal: davon 2.142,00 € Lohnnebenkosten pro Monat (21 % Aufschlag auf die Bruttogehälter).
Break-even und Einordnung
| Deckungsbeitragsquote | 80 % |
|---|---|
| Break-even-Umsatz / Monat | 18.408,90 € |
| Break-even-Umsatz / Jahr | 220.906,80 € |
| Fixkosten je Arbeitstag | 701,29 € |
| Fixkostenquote (Anteil am Umsatz) | 61,4 % |
| Überschuss vor Steuern / Monat | 4.472,88 € |
Bei 24.000,00 € Umsatz bleiben nach variablen Kosten und Fixkosten 4.472,88 € im Monat. Der Umsatz darf um 23,3 % sinken, bevor du Verlust machst.
Jahresübersicht
Was in welchem Monat tatsächlich vom Konto abgeht – inklusive Umsatzsteuer.
| Monat | davon Vorsteuer | Abbuchungen |
|---|---|---|
| Januar | 110,96 € | 15.376,96 € |
| Februar | 110,96 € | 15.055,32 € |
| März | 110,96 € | 14.756,96 € |
| April | 110,96 € | 14.756,96 € |
| Mai | 110,96 € | 14.775,32 € |
| Juni | 110,96 € | 14.756,96 € |
| Juli | 110,96 € | 14.756,96 € |
| August | 110,96 € | 14.775,32 € |
| September | 110,96 € | 14.756,96 € |
| Oktober | 110,96 € | 14.756,96 € |
| November | 110,96 € | 14.775,32 € |
| Dezember | 110,96 € | 14.756,96 € |
| Jahr | 1.331,52 € | 178.056,96 € |
Für nicht monatliche Posten solltest du 81,12 € pro Monat zurücklegen.
Die Vorsteuer von 1.331,52 € im Jahr holst du dir über die Umsatzsteuer-Voranmeldung zurück – sie belastet nur die Liquidität, nicht das Ergebnis.
Alle Posten im Überblick
| Posten | Bereich | Abrechnung | Ø Monat | Jahr | Anteil |
|---|---|---|---|---|---|
| Büromiete kalt | Miete & Pacht (kalt) | Monatlich | 1.400,00 € | 16.800,00 € | 9,5 % |
| Nebenkosten-Vorauszahlung | Nebenkosten & Energie | Monatlich | 320,00 € | 3.840,00 € | 2,2 % |
| Strom | Nebenkosten & Energie | Monatlich | 95,00 € | 1.140,00 € | 0,6 % |
| Abfallentsorgung | Nebenkosten & Energie | Jährlich | 23,33 € | 280,00 € | 0,2 % |
| Gehälter | Personal | Monatlich | 12.342,00 € | 148.104,00 € | 83,8 % |
| Software-Lizenzen | Software & Lizenzen | Monatlich | 180,00 € | 2.160,00 € | 1,2 % |
| Internet & Telefon | Internet & Telefon | Monatlich | 59,00 € | 708,00 € | 0,4 % |
| Rundfunkbeitrag | Beiträge & Abgaben | Vierteljährlich | 6,12 € | 73,44 € | 0 % |
| Betriebshaftpflicht | Versicherungen | Jährlich | 51,67 € | 620,00 € | 0,4 % |
| Steuerberatung & Lohnbüro | Beratung & Buchhaltung | Monatlich | 250,00 € | 3.000,00 € | 1,7 % |
Deine Angaben bleiben in deinem Browser gespeichert und werden nicht übertragen.
Was macht der Fixkosten-Rechner für Unternehmen?
Der Rechner beantwortet die Frage, die vor jeder Preiskalkulation steht: Was kostet mein Betrieb, bevor ich den ersten Euro verdient habe? Du trägst alle laufenden Kosten ein – egal ob sie monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich abgebucht werden – und ordnest sie einem Bereich zu. Der Rechner ermittelt daraus die Fixkosten pro Monat und Jahr, die Aufteilung nach Bereich, den Break-even-Umsatz und eine Jahresübersicht aller Abbuchungen.
Welche Fixkosten hat ein Unternehmen?
| Bereich | Typische Posten | Umsatzsteuer |
|---|---|---|
| Miete & Pacht (kalt) | Büro, Laden, Lager, Stellplätze | meist keine; 19 %, wenn der Vermieter zur Umsatzsteuer optiert hat |
| Nebenkosten & Energie | Nebenkosten-Vorauszahlung, Strom, Gas, Wasser, Abfallentsorgung, Reinigung | Strom und Gas 19 %; kommunale Gebühren meist ohne |
| Personal | Gehälter, Minijobs, Geschäftsführergehalt, betriebliche Altersvorsorge | keine |
| Software & Lizenzen | Office, Buchhaltung, CRM, Cloud, Hosting, Domains | 19 %; Anbieter im Ausland oft netto (Reverse Charge) |
| Internet & Telefon | Anschluss, Mobilfunkverträge, Telefonanlage | 19 % |
| Versicherungen | Betriebshaftpflicht, Inhalts-, Rechtsschutz-, Cyberversicherung | keine (Versicherungsteuer, nicht abziehbar) |
| Fahrzeuge & Leasing | Leasingraten, Kfz-Steuer, Kfz-Versicherung, Geräteleasing | Leasing 19 %; Steuer und Versicherung keine |
| Beratung & Buchhaltung | Steuerberatung, Lohnabrechnung, Jahresabschluss | 19 % |
| Beiträge & Abgaben | Rundfunkbeitrag, IHK oder Handwerkskammer, Berufsgenossenschaft, Verbände | meist keine |
Kreditraten gehören nur mit dem Zinsanteil zu den Kosten; für die Liquiditätsplanung kannst du trotzdem die volle Rate eintragen. Abschreibungen sind Kosten ohne Abbuchung – nimm sie auf, wenn du Preise kalkulierst, und lass sie weg, wenn es dir um den Kontostand geht.
Netto oder brutto: was zählt als Kosten?
Regelbesteuerte Unternehmen ziehen die Umsatzsteuer aus Eingangsrechnungen als Vorsteuer ab. Sie läuft durch und ist kein Aufwand – deine Fixkosten sind die Nettobeträge. Auf dem Konto fehlt das Geld trotzdem bis zur nächsten Voranmeldung, deshalb zeigt die Jahresübersicht die Abbuchungen inklusive Umsatzsteuer.
Kleinunternehmer nach § 19 UStG und Betriebe mit umsatzsteuerfreien Umsätzen, etwa Heilberufe oder Versicherungsvermittler, bekommen nichts zurück. Für sie ist der Bruttobetrag die Kostengröße. Welchen Betrag du in einer Zeile einträgst, ist egal: Über „Betrag ist“ und den USt-Satz rechnet der Rechner in beide Richtungen um – wie der Mehrwertsteuer-Rechner.
Personal: brutto, netto und was es wirklich kostet
Für deine Kalkulation ist das Nettogehalt der Beschäftigten unerheblich. Entscheidend ist das Arbeitgeberbrutto: Bruttogehalt plus dein Anteil zur Sozialversicherung.
| Größe | Beispiel | Wer bekommt es? |
|---|---|---|
| Nettogehalt | ca. 2.300 € | die beschäftigte Person |
| Bruttogehalt | 3.400 € | Netto plus Lohnsteuer und Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung |
| Arbeitgeberbrutto | ca. 4.114 € | Brutto plus rund 21 % Arbeitgeberanteil – das sind deine Kosten |
Trägst du ein Bruttogehalt ein, schlägt der Rechner den Aufschlag automatisch auf. Rechne einige Prozentpunkte dazu, wenn du Umlagen (U1, U2, Insolvenzgeld) und die Berufsgenossenschaft nicht separat erfasst. Den genauen Wert für ein einzelnes Gehalt liefert der Lohnnebenkosten-Rechner, für Minijobs der Minijob-Kosten-Rechner für Arbeitgeber. Urlaubs- und Weihnachtsgeld trägst du als eigenen Posten mit jährlicher Abrechnung ein.
Räume: Kaltmiete, Warmmiete und Nebenkosten
Die Kaltmiete ist der reine Preis für die Fläche. Zur Warmmiete kommen die Nebenkosten-Vorauszahlung für Heizung, Wasser und Hausbetrieb. Strom, Internet und Abfallentsorgung laufen bei Gewerbeflächen oft über eigene Verträge und stehen nicht im Mietvertrag. Trag die Kaltmiete unter „Miete & Pacht“ und alles Weitere unter „Nebenkosten & Energie“ ein – der Rechner zeigt dann beide Summen.
Formel: Break-even-Umsatz
Break-even-Umsatz = Fixkosten ÷ (1 − variable Kosten in % vom Umsatz). Im Beispielbetrieb mit 14.727,12 € Fixkosten und 20 % variablen Kosten sind das 14.727,12 ÷ 0,8 = 18.408,90 € im Monat. Bei 24.000 € Umsatz bleiben 4.472,88 € Überschuss; der Umsatz dürfte um 23,3 % sinken, bevor der Betrieb Verlust macht.
Der Überschuss ist vor Steuern gerechnet. In Einzelunternehmen und Personengesellschaften muss er auch dein eigenes Einkommen tragen – es gibt kein Geschäftsführergehalt, das als Posten in der Liste steht.
Fixkosten berechnen in 3 Schritten
- Vorsteuerabzug und Lohnnebenkosten-Aufschlag festlegen.
- Jeden Posten mit Bereich, Betrag, Anzahl und Abrechnungsintervall eintragen.
- Fixkosten, Break-even-Umsatz und Jahresübersicht ablesen.
Zahlungsintervalle auf den Monat umrechnen
| Abrechnung | Umrechnung | Beispiel |
|---|---|---|
| Monatlich | Betrag × 1 | Internet 59 € → 59 € / Monat |
| Vierteljährlich | Betrag ÷ 3 | Rundfunkbeitrag 18,36 € → 6,12 € / Monat |
| Halbjährlich | Betrag ÷ 6 | Kfz-Versicherung 480 € → 80 € / Monat |
| Jährlich | Betrag ÷ 12 | Betriebshaftpflicht 620 € → 51,67 € / Monat |
Ergebnis einordnen
- Fixkosten je Arbeitstag zeigen, was jeder Tag kostet, an dem der Betrieb geöffnet ist – eine gute Größe für Tagessätze und Mindestumsätze.
- Hoher Personalanteil ist bei Dienstleistern normal. Dort entscheidet die Auslastung: Jede nicht abgerechnete Stunde bleibt als Fixkosten stehen.
- Geringer Sicherheitsabstand heißt, dass schon ein schwacher Monat ins Minus führt. Dann lohnt der Blick auf kündbare Posten – wann ein Vertrag endet, zeigt der Vertragsende-Rechner.
- Jährliche Abbuchungen wie Versicherungen und Kammerbeiträge treffen oft im ersten Quartal zusammen. Die Rücklage pro Monat fängt das ab.
Verwandte Rechner
Was eine Stelle über dem Brutto kostet, zeigt der Lohnnebenkosten-Rechner. Den Stromabschlag prüft der Stromkostenrechner, die Steuer auf den Gewinn der Gewerbesteuer-Rechner. Ob sich ein Firmenwagen eher im Leasing oder im Kauf rechnet, vergleicht der Rechner Auto-Leasing vs. Kauf. Für den privaten Haushalt gibt es den Fixkosten-Rechner für Paare.
Was alles auf die Liste gehört, steht in Fixkosten im Unternehmen berechnen. Die Formel hinter dem Mindestumsatz erklärt Break-even-Umsatz berechnen, und wo du ansetzt, wenn die Summe zu hoch ist, Fixkosten im Unternehmen senken.
Alle Angaben ohne Gewähr. Der Rechner ist eine Orientierung und ersetzt keine Steuer- oder Unternehmensberatung.
Häufige Fragen
Was sind Fixkosten im Unternehmen?
Fixkosten fallen unabhängig davon an, wie viel du verkaufst oder produzierst: Miete, Gehälter, Versicherungen, Software-Abos, Leasingraten, Beiträge. Variable Kosten wie Wareneinsatz, Material oder Versand steigen dagegen mit dem Umsatz. Fixkosten sind die Summe, die jeden Monat verdient sein muss, bevor Gewinn entsteht.
Rechne ich Fixkosten netto oder brutto?
Darfst du Vorsteuer abziehen, zählt der Nettobetrag – die Umsatzsteuer bekommst du vom Finanzamt zurück, sie belastet nur vorübergehend dein Konto. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG oder mit umsatzsteuerfreien Umsätzen bleibt die Umsatzsteuer bei dir hängen, dann ist der Bruttobetrag deine Kostengröße. Der Rechner stellt das mit einem Schalter um.
Trage ich Gehälter brutto oder netto ein?
Brutto. Das Netto der Beschäftigten spielt für deine Kosten keine Rolle – Lohnsteuer und Arbeitnehmeranteile führst du ebenfalls ab, sie stecken im Brutto. Obendrauf kommt dein Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung von rund 21 %, dazu Umlagen und Berufsgenossenschaft. Der Rechner schlägt diesen Aufschlag automatisch auf oder übernimmt dein Arbeitgeberbrutto unverändert.
Trage ich die Miete warm oder kalt ein?
Am besten getrennt: die Kaltmiete im Bereich „Miete & Pacht“, die Nebenkosten-Vorauszahlung sowie Strom, Gas und Abfall unter „Nebenkosten & Energie“. Der Rechner weist dann Kalt- und Warmkosten der Räume getrennt aus. Kennst du nur die Warmmiete, trag sie als einen Posten unter Miete ein.
Wie berechne ich den Break-even-Umsatz?
Break-even-Umsatz = Fixkosten ÷ Deckungsbeitragsquote. Die Deckungsbeitragsquote ist der Teil des Umsatzes, der nach variablen Kosten übrig bleibt. Beispiel: 14.727 € Fixkosten und 20 % variable Kosten ergeben 14.727 ÷ 0,8 = 18.409 € Umsatz im Monat. Ohne variable Kosten entspricht der Break-even-Umsatz den Fixkosten.
Muss ein Unternehmen Rundfunkbeitrag zahlen?
Ja, je Betriebsstätte, gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten: bis 8 Beschäftigte ein Drittel des Beitrags (6,12 € im Monat), bei 9 bis 19 Beschäftigten ein voller Beitrag (18,36 €), darüber mehr. Liegt die Betriebsstätte in einer Privatwohnung, für die bereits Rundfunkbeitrag gezahlt wird, fällt kein zusätzlicher Beitrag an.
Wie rechne ich jährliche Kosten auf den Monat um?
Vierteljährliche Beträge durch 3, halbjährliche durch 6 und jährliche durch 12 teilen. Eine Betriebshaftpflicht von 620 € im Jahr entspricht 51,67 € im Monat. Der Rechner macht das automatisch und zeigt, wie viel du monatlich zurücklegen solltest, damit das Geld im Fälligkeitsmonat auf dem Konto ist.
Werden meine Angaben gespeichert?
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