Gesetzliche Rente vs. ETF – Rechner

Gesetzliche Rente mit ETF-Rente vergleichen – für Angestellte und Selbstständige, oder ETF zusätzlich zur Rente gegen die Rentenlücke, in heutiger Kaufkraft.

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Der Rechner vergleicht die gesetzliche Rente mit einer ETF-Rente aus demselben Beitrag – in heutiger Kaufkraft. Beispiel: 3.500 € brutto, 30 Jahre alt, Rente mit 67: Die Beiträge ab heute bringen rund 1.270 € gesetzliche Rente. Derselbe Beitrag (651 €) im ETF ergibt bei 6 % Rendite rund 2.580 € über 25 Jahre, nur der Arbeitnehmeranteil rund 1.290 €. Dafür ist die gesetzliche Rente lebenslang und enthält Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenschutz. Ohne Gewähr, keine Beratung.

Was möchtest du rechnen?

Was bringt dein Rentenbeitrag ab heute in der gesetzlichen Rente – und was, wenn derselbe Betrag in einen ETF-Sparplan ginge? Alle Beträge in heutiger Kaufkraft, brutto.

Erwerbsstatus
Annahmen anpassen

Brutto, nominal, keine Prognose.

0 % = Rente hält genau die Kaufkraft.

Danach ist das Depot leer.

Meist niedriger, weil sicherer angelegt.

37 Jahre · 651 € Rentenbeitrag im Monat (davon 326 € von dir)

Gesetzliche Rente 1.272 €

pro Monat · lebenslang

ETF mit vollem Beitrag (AN + AG) 2.578 €

pro Monat · bis Alter 92

ETF nur mit deinem Anteil 1.289 €

pro Monat · bis Alter 92

Neue Entgeltpunkte
29,92 (0,809/Jahr)
ETF-Kapital mit 67
612.120 €
Kapital für gleiche Rente
302.079 €
Rendite real
3,73 % / 1,96 %
Was zählt noch?Gesetzliche RenteETF-Rente
Wie lange?lebenslangbis das Depot leer ist (hier mit 92)
Berufsunfähig / krankErwerbsminderungsrente, Rehanichts – Sparplan stockt
TodWitwen- und WaisenrenteDepot wird vererbt
RisikoPolitik, sinkendes RentenniveauKurseinbrüche, v. a. kurz vor der Rente
Flexibilitätkeine, Beiträge sind gebundenjederzeit verfügbar, Rate änderbar
Abzüge im AlterEinkommensteuer, KV/PV rund 11–12 %Abgeltungsteuer nur auf Gewinnanteil

Was vergleicht dieser Rechner?

Jeden Monat gehen 18,6 % vom Bruttogehalt in die gesetzliche Rentenversicherung – im Angestelltenverhältnis zahlst du die Hälfte, der Arbeitgeber die andere. Selbstständige zahlen, wenn überhaupt, den vollen Satz selbst. Der Rechner zeigt, was dieser Beitrag ab heute an Rente bringt und was derselbe Betrag in einem ETF-Sparplan bringen könnte. Im zweiten Modus legt er eine ETF-Rente zusätzlich auf die gesetzliche Rente und zeigt, ob deine Wunschrente erreicht wird.

So rechnet die gesetzliche Rente

GrößeWert 2026Bedeutung
Durchschnittsentgelt51.944 €wer so viel verdient, bekommt 1 Entgeltpunkt im Jahr
Aktueller Rentenwert42,52 €Monatsrente je Entgeltpunkt (ab 01.07.2026)
Beitrag für 1 Punktrund 9.662 €18,6 % vom Durchschnittsentgelt
Beitragsbemessungsgrenze101.400 €darüber keine Beiträge und keine weiteren Punkte
Regelaltersgrenze67 JahreJahrgänge ab 1964; je Monat früher 0,3 % Abschlag

Formel: Monatsrente = Entgeltpunkte × Rentenwert. 45 Jahre Durchschnittsverdienst ergeben 45 Punkte, also rund 1.913 € brutto – die sogenannte Standardrente.

So rechnet die ETF-Seite

  • Der Beitrag wird monatlich angelegt, mit ETF-Rendite minus TER minus Inflation. 6 % − 0,2 % bei 2 % Inflation sind rund 3,7 % real.
  • Ab Rentenbeginn wird das Kapital über die gewählte Dauer komplett aufgebraucht, mit niedrigerer Rendite (Standard 4 %, also rund 2 % real).
  • „Kapital für gleiche Rente“ zeigt, wie viel Geld du bräuchtest, um die gesetzliche Rente für dieselbe Dauer selbst auszuzahlen.

Beispiel: Angestellt mit 3.500 € brutto

30 Jahre alt, Rente mit 67, 6 % ETF-Rendite, 25 Jahre Auszahlung. Beitrag 651 € im Monat, davon 325,50 € selbst gezahlt.

WegMonatsrente (heutige Kaufkraft)
Gesetzliche Rente aus 37 Beitragsjahrenrund 1.270 €, lebenslang
ETF mit vollem Beitrag (651 €)rund 2.580 €, bis 92
ETF nur mit eigenem Anteil (325,50 €)rund 1.290 €, bis 92

Die wichtigste Erkenntnis: Für deinen eigenen Anteil bekommst du im Angestelltenverhältnis ungefähr so viel gesetzliche Rente, wie ein ETF bringen würde – plus Schutz bei Erwerbsminderung und für Hinterbliebene. Der Arbeitgeberanteil ist ein Bonus, den es ohne Rentenversicherung gar nicht gäbe.

Selbstständige: hier ist die Frage echt

Die meisten Selbstständigen sind nicht rentenversicherungspflichtig und entscheiden selbst. Pflichtversichert sind unter anderem Handwerksmeister in der Handwerksrolle, Lehrkräfte, Hebammen und Kunstschaffende über die KSK. Wer frei wählen kann, zahlt den vollen Beitrag allein – dann bringt ein ETF rechnerisch meist mehr. Der Haken: ohne gesetzliche Rente fehlen Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenschutz. Mehr dazu im Ratgeber Gesetzliche Rente oder ETF?.

Was der Rechner nicht kann

  • Keine Steuern, keine Kranken- und Pflegeversicherung – alle Werte sind brutto.
  • Keine Kursschwankungen: Ein Crash kurz vor der Rente trifft das ETF-Depot hart.
  • Kein politisches Rentenniveau: Die Haltelinie von 48 % gilt bis 2031, danach ist offen, wie sich der Rentenwert entwickelt.
  • Keine Kindererziehungszeiten, Zurechnungszeiten oder Mindestversicherungszeiten.
  • Keine Anlage-, Renten- oder Steuerberatung.

Verwandte Rechner und Ratgeber

Den Sparplan im Detail mit Steuern rechnet der ETF-Rechner. Was vom Gehalt nach Rentenbeitrag übrig bleibt, zeigt der Brutto-Netto-Rechner. Weiterlesen: Gesetzliche Rente oder ETF? und Rentenlücke mit ETF schließen. Gefördert sparen ab 2027: Altersvorsorgedepot-Rechner. Wann du in Rente gehen kannst: Rentenbeginn-Rechner. Alles zum Thema: Rente & Altersvorsorge.

Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Anlage-, Renten- oder Steuerberatung. Rechengrößen Stand 2026.

Häufige Fragen

Ist ein ETF besser als die gesetzliche Rente?

Rein rechnerisch bringt derselbe Beitrag im ETF bei 6 % Rendite oft mehr Monatsrente. Die gesetzliche Rente zahlt aber lebenslang, steigt mit den Löhnen und enthält Erwerbsminderungsrente, Hinterbliebenenrente und Reha. Ein ETF hat Kursrisiko und ist irgendwann aufgebraucht. Es ist kein Entweder-oder, sondern eine Frage der Mischung.

Wie viel gesetzliche Rente bekomme ich für meinen Beitrag?

Für ein Jahr mit Durchschnittsverdienst (51.944 € in 2026) gibt es einen Entgeltpunkt, aktuell 42,52 € Monatsrente. Der Beitrag dafür liegt bei rund 9.662 € (18,6 %), Angestellte zahlen davon die Hälfte.

Sollten Selbstständige lieber in ETFs investieren?

Die meisten Selbstständigen sind nicht rentenversicherungspflichtig und zahlen den vollen Beitrag selbst. Ein ETF ist flexibler und rechnerisch oft stärker, schützt aber nicht bei Berufsunfähigkeit oder Tod. Wer nur ETFs bespart, sollte das mit einer Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung absichern. Eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige ist angekündigt, aber Stand Oktober 2026 noch kein Gesetz.

Was ist die Rentenlücke?

Die Differenz zwischen dem, was du im Alter monatlich brauchst, und dem, was die gesetzliche Rente zahlt. Im Modus „Rente plus ETF“ zeigt der Rechner die Lücke und die ETF-Sparrate, die sie grob schließt.

Warum rechnet der Rechner in heutiger Kaufkraft?

Damit 1.500 € Rente in 35 Jahren mit 1.500 € heute vergleichbar sind. Die ETF-Rendite wird um die Inflation bereinigt, der Rentenwert hält im Standardfall genau die Kaufkraft – das entspricht grob der Entwicklung seit 2000.

Sind Steuern und Krankenversicherung berücksichtigt?

Nein, alle Werte sind brutto. Die gesetzliche Rente ist für Rentenbeginn ab 2058 voll steuerpflichtig, dazu kommen rund 11–12 % Kranken- und Pflegeversicherung. Bei der ETF-Rente wird nur der Gewinnanteil mit Abgeltungsteuer belastet. Netto schneidet der ETF damit meist noch etwas besser ab, als die Bruttozahlen zeigen.

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