Die kurze Antwort
Einen SEO-Text prüfen heißt nicht, eine Keyword-Dichte auszurechnen. Entscheidend ist, ob der Text die Suchanfrage vollständig beantwortet und ob Google das Thema an den richtigen Stellen erkennt: im Seitentitel, in der H1, in der URL, in der Meta-Description und im ersten Absatz. Dazu kommen eine saubere Überschriftenstruktur, gute Lesbarkeit und sinnvolle interne Links.
Den Inhalt prüfst du selbst mit der Checkliste unten. Die technischen Punkte einer veröffentlichten Seite prüft ein SEO-Checker in wenigen Sekunden.
1. Suchintention: beantwortet der Text die Frage?
Bevor du an Keywords feilst, gib das Hauptkeyword selbst bei Google ein und sieh dir die ersten Ergebnisse an. Sie zeigen, was Suchende erwarten:
| Suchintention | Beispiel | Was der Text liefern muss |
|---|---|---|
| Wissen | „was ist ein utm parameter“ | Erklärung, Beispiele, Einordnung |
| Anleitung | „pflastersteine berechnen“ | Formel, Schritte, Beispielrechnung, Rechner |
| Vergleich | „leasing oder kaufen“ | Kriterien, Tabelle, klare Empfehlung je Fall |
| Transaktion | „qr code erstellen“ | Ein Werkzeug, das sofort funktioniert |
Prüffrage: Findet jemand mit genau dieser Suchanfrage die Antwort in den ersten Sätzen – und alles Weitere, was er als Nächstes wissen will, weiter unten?
2. Keyword an den wichtigen Stellen
Google nennt keine Keyword-Dichte als Rankingfaktor. Wichtig ist, dass das Thema dort klar benannt ist, wo Suchmaschine und Leser zuerst hinschauen:
| Stelle | Prüfen |
|---|---|
| Seitentitel (title) | Keyword möglichst weit vorn, eindeutig, nicht doppelt auf der Website |
| H1 | Genau eine H1, die das Thema benennt |
| URL | Kurz, lesbar, Keyword mit Bindestrichen, z. B. /seo-text-pruefen |
| Meta-Description | Keyword oder natürliche Variante, konkreter Nutzen |
| Erster Absatz | Keyword in einem normalen Satz, direkte Antwort |
| Zwischenüberschriften | Nebenkeywords und Fragen dort, wo sie inhaltlich passen |
Danach gilt: natürlich schreiben. Wiederholst du das Keyword auffällig oft oder hängst Listen von Suchbegriffen an, wertet Google das als Keyword-Stuffing – einen Verstoß gegen seine Spam-Richtlinien. Synonyme und verwandte Begriffe helfen dem Text mehr als die zehnte exakte Wiederholung.
3. Titel und Description: Länge prüfen
Google kürzt zu lange Titel und Beschreibungen in den Suchergebnissen. Die Grenze richtet sich nach der Pixelbreite, nicht nach einer festen Zeichenzahl. Als Orientierung haben sich bewährt:
- Title: etwa 50–60 Zeichen
- Meta-Description: etwa 120–160 Zeichen
Google kann die Description auch durch einen eigenen Textauszug ersetzen, wenn dieser besser zur Suchanfrage passt. Eine gute Description lohnt sich trotzdem, weil sie oft übernommen wird. Die Länge zählst du mit dem UI-Zeichenzähler; wie das Snippet und die Vorschau beim Teilen aussehen, zeigt der Metadaten-Checker.
4. Struktur und Lesbarkeit
- Logische Überschriften: eine H1, darunter H2 für Hauptabschnitte und H3 für Unterpunkte. Keine Ebene überspringen, nur weil die Schrift kleiner aussehen soll.
- Antwort zuerst: Die wichtigste Aussage gehört an den Anfang, Details folgen.
- Kurze Absätze: Drei bis fünf Sätze pro Absatz lesen sich am Smartphone deutlich besser als Textblöcke.
- Tabellen und Listen: für Formeln, Vergleiche und Schritte – sie sind schneller erfasst als Fließtext.
- Konkrete Beispiele: Eine durchgerechnete Zahl überzeugt mehr als drei Absätze Theorie.
5. Wie lang muss ein SEO-Text sein?
Es gibt keine ideale Wortzahl. Google selbst rät davon ab, auf eine bestimmte Länge hinzuschreiben. Ein Text ist lang genug, wenn er die Frage vollständig beantwortet – und zu lang, wenn Leser die Antwort zwischen Füllsätzen suchen müssen. Eine Faustregel für die Prüfung: Streich jeden Absatz, der keine neue Information enthält, und sieh, ob etwas fehlt.
Sehr kurze Seiten mit nur wenigen Sätzen haben es trotzdem schwer, weil sie selten genug Substanz bieten. Der SEO-Checker weist deshalb auf auffällig dünne Seiten hin.
6. Interne Links und Bilder
- Interne Links mit beschreibendem Linktext („zum Pflaster-Rechner“ statt „hier“) helfen Lesern weiter und zeigen Google, wie deine Seiten zusammenhängen.
- Alt-Texte beschreiben, was auf einem Bild zu sehen ist. Sie dienen der Barrierefreiheit und der Bildersuche – keine Keyword-Liste hineinschreiben.
- Kein doppelter Inhalt: Zwei Seiten zur selben Suchanfrage konkurrieren miteinander. Lieber eine starke Seite als zwei halbe.
7. Technik nach dem Veröffentlichen
Der beste Text nützt nichts, wenn Google ihn nicht crawlen oder indexieren darf. Prüfe:
- kein
noindexim Quelltext, - die Seite ist in der robots.txt nicht gesperrt – testen mit dem robots.txt-Prüfer,
- eine korrekte Canonical-URL,
- die Seite steht in der Sitemap.
Der SEO-Checker prüft diese Punkte zusammen mit Titel, Description und Überschriften. Ob Google die Seite tatsächlich indexiert hat und für welche Suchanfragen sie erscheint, zeigt dir anschließend die Google Search Console.
Checkliste: SEO-Text prüfen in 10 Punkten
- Beantwortet der Text die Suchanfrage in den ersten Sätzen?
- Steht das Hauptkeyword im Title, möglichst weit vorn?
- Gibt es genau eine H1 mit dem Thema?
- Enthält die URL das Keyword in kurzer Form?
- Beschreibt die Meta-Description den Nutzen in etwa 120–160 Zeichen?
- Sind die Überschriften logisch gegliedert?
- Gibt es Beispiele, Tabellen oder Schritte, wo sie helfen?
- Liest sich der Text natürlich, ohne Keyword-Wiederholungen?
- Führen interne Links zu passenden Seiten?
- Ist die Seite indexierbar und in der Sitemap?
Kurz zusammengefasst
Ein guter SEO-Text beantwortet die Suchanfrage zuerst und vollständig, benennt das Thema in Title, H1, URL und Description und bleibt dabei natürlich lesbar. Keyword-Dichte und Wortzahl sind keine Ziele. Die technische Seite prüft der SEO-Checker mit optionalem Keyword; Kampagnen-Links für die Verbreitung erstellst du mit UTM-Parametern.
Quellen: Google Search Central, „SEO-Startleitfaden“, „Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen“ und „Spamrichtlinien für die Google Websuche“. Keine Ranking-Garantie; alle Angaben ohne Gewähr.
