Die kurze Antwort
UTM-Parameter erstellen geht in drei Schritten: Ziel-URL nehmen, ein Fragezeichen anhängen und die
Parameter utm_source, utm_medium und utm_campaign mit & verbinden. Ein fertiger Link sieht so aus:
https://example.com/angebot?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=herbst-2026
Wichtiger als die Syntax ist eine feste Namenskonvention. Nur wenn alle im Team dieselben Werte verwenden, lassen sich Kampagnen in Google Analytics oder Matomo später sauber vergleichen.
Die Parameter im Überblick
| Parameter | Pflicht? | Frage dahinter |
|---|---|---|
utm_source | ja | Wer schickt den Besuch? (newsletter, instagram, partnerseite) |
utm_medium | ja | Über welchen Kanaltyp? (email, social, cpc, qr) |
utm_campaign | ja | Zu welcher Aktion gehört der Link? (herbst-2026, launch-rechner) |
utm_content | optional | Welche Variante wurde geklickt? (button-oben, textlink, motiv-a) |
utm_term | optional | Welches Keyword oder welche Zielgruppe? (meist bei Suchanzeigen) |
Google Analytics 4 kennt zusätzlich Parameter wie utm_id (Kampagnen-ID), utm_source_platform, utm_creative_format und utm_marketing_tactic. Für die meisten Websites reichen die fünf klassischen.
Namenskonvention festlegen
Diese Regeln ersparen dir später zersplitterte Berichte:
- Alles kleinschreiben: Analytics unterscheidet Groß- und Kleinschreibung. „Newsletter“ und „newsletter“ landen sonst in zwei Zeilen.
- Bindestriche statt Leerzeichen:
herbst-salestattherbst sale– Leerzeichen werden zu%20oder+und sehen in Berichten unterschiedlich aus. - Keine Umlaute und Sonderzeichen:
fruehlingstattfrühling. - Feste Werte für Medium: Eine kurze, verbindliche Liste wie email, social, cpc, display, affiliate, qr, print.
- Kampagne mit Zeitbezug:
black-friday-2026statt nurblack-friday, damit sich Jahre vergleichen lassen.
Halte die Konvention in einer gemeinsamen Tabelle fest und trage dort auch jeden erstellten Link ein. So sieht jeder, welche Werte schon vergeben sind.
Beispiele nach Kanal
| Kanal | utm_source | utm_medium | utm_campaign | utm_content |
|---|---|---|---|---|
| Newsletter | newsletter | oktober-2026 | button-oben | |
| Instagram-Bio | social | bio-link | – | |
| Bezahlter Facebook-Post | cpc | herbst-sale-2026 | motiv-a | |
| Flyer mit QR-Code | flyer | qr | messe-2026 | rueckseite |
| Gastartikel | partnerblog | referral | gastbeitrag-2026 | autorenbox |
Analytics-Tools ordnen Besuche anhand von Quelle und Medium Kanälen zu. In Google Analytics 4
landet ein Besuch mit utm_medium=email zum Beispiel im Kanal „E-Mail“. Wer für E-Mails
mal „mail“ und mal „newsletter“ als Medium nutzt, findet einen Teil der Besuche dagegen unter „Nicht
zugewiesen“ statt bei E-Mail.
UTM-Parameter von Hand an die URL hängen
- Ziel-URL ohne Parameter:
https://example.com/ratgeber– erstes Trennzeichen ist das Fragezeichen. - URL hat schon Parameter:
…/suche?q=schuhe– UTM-Parameter mit&anhängen, kein zweites Fragezeichen. - URL hat einen Anker:
…/seite#preise– die Parameter gehören vor die Raute:…/seite?utm_source=x&utm_medium=y#preise. - Link testen: einmal aufrufen und in der Echtzeitansicht von Analytics prüfen, ob Quelle und Medium ankommen.
Genau diese Fehlerquellen nimmt dir der UTM-Link-Builder ab.
Wo UTM-Parameter nichts zu suchen haben
- Interne Links: UTM-Parameter auf Links innerhalb der eigenen Website überschreiben die echte Herkunft des Besuchers. Für Klicks auf eigene Banner oder Buttons sind Ereignisse im Analytics-Tool der richtige Weg.
- Google Ads mit Auto-Tagging: Google Ads hängt automatisch eine Klick-ID an. Manuelle UTM-Parameter sind dort meist überflüssig und können die Zuordnung stören.
- Persönliche Daten: keine E-Mail-Adressen, Namen oder Kundennummern in UTM-Werte – sie landen in Analytics-Berichten und Server-Logs.
- Links für Suchmaschinen: Seiten mit UTM-Parametern sollten eine Canonical-URL ohne Parameter haben, damit keine Duplikate im Index entstehen.
Lange Links kürzen und teilen
UTM-Links werden schnell lang. Im Newsletter oder auf einer Website stört das nicht, weil der Link hinter einem Text liegt. Für Print, Plakate und Präsentationen ist ein QR-Code praktischer: Der QR-Code-Generator macht aus dem vollständigen UTM-Link einen scanbaren Code, ohne Kurzlink-Dienst dazwischen.
Kurz zusammengefasst
Source, Medium und Campaign sind Pflicht, Content und Term optional. Kleinschreibung, Bindestriche und eine feste Liste von Medium-Werten halten die Berichte sauber. Interne Links bleiben ohne UTM. Fertige Links erzeugst du mit dem UTM-Link-Builder; ob die Zielseite selbst gut aufgestellt ist, zeigt der Ratgeber SEO-Text prüfen.
Quellen: Google-Analytics-Hilfe, „URLs mit benutzerdefinierten Kampagnenparametern erfassen“ und „Standard-Channelgruppierung“. Alle Angaben ohne Gewähr; Kanalregeln können sich ändern.
