Die Rechnung: Ab wann ist der Drucker bezahlt?
Beispiel: Drucker für 299 €, dazu 50 € für Zubehör, zusammen 349 €. Ein Teil mit 85 g und 5 Stunden Druckzeit kostet dich 1,87 € Material und 0,21 € Strom, also 2,08 €.
| Alternative für das Teil | Ersparnis je Teil | Drucker bezahlt nach |
|---|---|---|
| Fertigprodukt oder Service für 8 € | 5,92 € | 59 Teilen |
| Fertigprodukt oder Service für 15 € | 12,92 € | 28 Teilen |
Die Vergleichspreise sind angenommen, deine eigene Zeit ist nicht eingerechnet. Teste andere Werte im Amortisationsrechner. Zähle nur Teile, die du wirklich gekauft hättest. Dinge, die du nur druckst, weil du es kannst, sparen nichts.
Wann es sich lohnt
- Du brauchst immer wieder Halter, Ersatzteile oder Maßanfertigungen.
- Es macht dir Freude, etwas zu entwerfen und zu verbessern.
- Du baust oder reparierst gern, zum Beispiel in Modellbau, Werkstatt oder Haushalt.
- Du möchtest mehrere Versionen testen, bevor ein Teil passt.
- Du willst lernen und nimmst Fehldrucke in Kauf.
Wann es sich eher nicht lohnt
- Du brauchst nur ein oder zwei Teile im Jahr.
- Dir fehlt ein gut gelüfteter Stellplatz. Siehe Ist ABS-Filament giftig?.
- Du willst nur fertige Produkte und kein Basteln.
- Die Teile müssen hohe Lasten tragen oder sicherheitsrelevant sein.
- Du erwartest, damit nebenbei viel Geld zu verdienen. Das klappt selten automatisch.
Dinge, die oft vergessen werden
Dazu gehören Fehldrucke, Ersatzdüsen, eine trockene Lagerung für Filament und die Zeit fürs Lernen. Auch das Modellieren kostet Zeit, wenn es keine fertige Datei gibt. Ein Budget nach Nutzungsart findest du unter Ist 3D-Druck ein teures Hobby?.
Unsicher? So testest du günstig
- Schreib einen Monat lang auf, welche Teile du wirklich gebraucht hättest.
- Lass ein oder zwei davon drucken, oder geh in ein FabLab.
- Wenn du danach weiterdrucken willst, wähle ein Einsteigergerät.
Alle Berechnungen dienen der Orientierung und erfolgen ohne Gewähr. Tatsächliche Ergebnisse können je nach Material, Drucker und Einstellungen abweichen.
