Lohnt es sich, einen privaten 3D-Drucker zu kaufen?

Ab wann sich ein 3D-Drucker rechnet: Beispielrechnung mit 28 bis 59 Teilen bis zur Amortisation, Pro und Contra und ein günstiger Test vor dem Kauf.

Frau sitzt nachdenklich neben einem 3D-Drucker am Tisch
Bild möglicherweise ganz oder teilweise KI-generiert.

Ein 3D-Drucker lohnt sich vor allem, wenn du regelmäßig Teile brauchst oder Spaß am Entwerfen hast. Rein finanziell amortisiert sich ein 349-€-Einstieg in unserem Beispiel nach 28 bis 59 Teilen, die du sonst gekauft hättest. Für ein oder zwei Teile im Jahr ist drucken lassen meist günstiger.

Die Rechnung: Ab wann ist der Drucker bezahlt?

Beispiel: Drucker für 299 €, dazu 50 € für Zubehör, zusammen 349 €. Ein Teil mit 85 g und 5 Stunden Druckzeit kostet dich 1,87 € Material und 0,21 € Strom, also 2,08 €.

Alternative für das TeilErsparnis je TeilDrucker bezahlt nach
Fertigprodukt oder Service für 8 €5,92 €59 Teilen
Fertigprodukt oder Service für 15 €12,92 €28 Teilen

Die Vergleichspreise sind angenommen, deine eigene Zeit ist nicht eingerechnet. Teste andere Werte im Amortisationsrechner. Zähle nur Teile, die du wirklich gekauft hättest. Dinge, die du nur druckst, weil du es kannst, sparen nichts.

Wann es sich lohnt

  • Du brauchst immer wieder Halter, Ersatzteile oder Maßanfertigungen.
  • Es macht dir Freude, etwas zu entwerfen und zu verbessern.
  • Du baust oder reparierst gern, zum Beispiel in Modellbau, Werkstatt oder Haushalt.
  • Du möchtest mehrere Versionen testen, bevor ein Teil passt.
  • Du willst lernen und nimmst Fehldrucke in Kauf.

Wann es sich eher nicht lohnt

  • Du brauchst nur ein oder zwei Teile im Jahr.
  • Dir fehlt ein gut gelüfteter Stellplatz. Siehe Ist ABS-Filament giftig?.
  • Du willst nur fertige Produkte und kein Basteln.
  • Die Teile müssen hohe Lasten tragen oder sicherheitsrelevant sein.
  • Du erwartest, damit nebenbei viel Geld zu verdienen. Das klappt selten automatisch.

Dinge, die oft vergessen werden

Dazu gehören Fehldrucke, Ersatzdüsen, eine trockene Lagerung für Filament und die Zeit fürs Lernen. Auch das Modellieren kostet Zeit, wenn es keine fertige Datei gibt. Ein Budget nach Nutzungsart findest du unter Ist 3D-Druck ein teures Hobby?.

Unsicher? So testest du günstig

  1. Schreib einen Monat lang auf, welche Teile du wirklich gebraucht hättest.
  2. Lass ein oder zwei davon drucken, oder geh in ein FabLab.
  3. Wenn du danach weiterdrucken willst, wähle ein Einsteigergerät.

Alle Berechnungen dienen der Orientierung und erfolgen ohne Gewähr. Tatsächliche Ergebnisse können je nach Material, Drucker und Einstellungen abweichen.

Direkt ausrechnen

Lohnt sich ein 3D-Drucker? Amortisationsdauer aus Anschaffung, Ersparnis oder Deckungsbeitrag je Teil, Stückzahl und laufenden Kosten pro Monat berechnen.

3D-Druck-Amortisationsrechner

Häufige Fragen

Wie schnell hat sich ein 3D-Drucker bezahlt gemacht?

Das hängt von der Ersparnis je Teil ab. Bei 349 € Anschaffung und 5,92 bis 12,92 € Ersparnis sind es 59 bis 28 Teile.

Spart ein 3D-Drucker wirklich Geld?

Nur bei Teilen, die du sonst tatsächlich gekauft hättest. Zeit, Fehldrucke und Zubehör können den Vorteil schmälern.

Sollte ich lieber erst drucken lassen?

Wenn du unsicher bist, ja. So testest du den Bedarf, ohne direkt ein Gerät zu kaufen.

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