Die Kosten einer Druckstunde im Überblick
Die Stunde selbst kostet wenig, weil ein Drucker meist unbeaufsichtigt läuft. Entscheidend sind das verbrauchte Material und der Preis des Druckers, verteilt auf seine Lebensdauer. Die Tabelle rechnet mit 22 € je Kilogramm Filament, 120 W mittlerer Leistung und 35 Cent je Kilowattstunde.
| Szenario | Material | Strom | Maschine | Pro Stunde |
|---|---|---|---|---|
| Langsam, 17 g/h, Drucker 299 € | 0,37 € | 0,04 € | 0,15 € | 0,57 € |
| Schnell, 36 g/h, Drucker 299 € | 0,79 € | 0,04 € | 0,15 € | 0,98 € |
| Schnell, 36 g/h, Drucker 700 € | 0,79 € | 0,04 € | 0,35 € | 1,18 € |
Der Maschinenanteil verteilt den Kaufpreis auf angenommene 2.000 Druckstunden. Reparaturen und Verschleißteile kommen hinzu. Alle Werte sind Beispiele. Mit eigenen Zahlen rechnet der 3D-Druck-Kostenrechner.
Warum der Strom kaum zählt
Bei 120 W verbraucht der Drucker in einer Stunde 0,12 kWh. Das sind bei 35 Cent rund 4 Cent. Die tatsächliche Leistung hängt von Betttemperatur, Material und Raum ab. Am besten misst du sie mit einem Messgerät an der Steckdose und trägst den Wert in den Stromkosten-Rechner ein.
Was deine Arbeitszeit ändert
Rechnest du nur für dich, kannst du die eigene Zeit weglassen. Verkaufst du Teile, gehört sie in die Kalkulation. Vorbereiten, Abnehmen und Nacharbeiten dauern zusammen vielleicht 15 Minuten je Druck. Bei 25 € Stundensatz und 5 Stunden Druckzeit sind das 1,25 € je Druckstunde. Aus 0,98 € werden so 2,23 €.
Ein vollständiges Beispiel: Ein Teil mit 85 g und 5 Stunden Druckzeit kostet mit 0,35 € Maschinensatz, 15 Minuten Arbeit und 5 % Fehldrucken 10,61 €. Die Arbeit macht mit 6,25 € den größten Posten aus, das Filament nur 1,87 €.
Warum ein Dienstleister mehr verlangt
Ein Druckservice berechnet nicht nur Material und Strom. Er muss auch Angebot, Datenprüfung, Rüstzeit, Nacharbeit, Fehldrucke, Versand und Gewinn decken. Deshalb kann ein kurzer Druck dort mehr kosten als viele Stunden am eigenen Gerät. Wie sich Angebote zusammensetzen, erklärt der Ratgeber Wie viel kostet 3D-Drucken lassen?.
So senkst du die Kosten je Stunde
- Fehldrucke vermeiden: Ein abgebrochener Druck kostet Material und Zeit.
- Infill prüfen: Nicht jedes Teil braucht eine hohe Fülldichte.
- Trockenes Filament nutzen: Feuchtes Material druckt oft schlechter.
- Druckbett auslasten: Mehrere Teile auf einer Platte sparen Rüstzeit.
Alle Berechnungen dienen der Orientierung und erfolgen ohne Gewähr. Tatsächliche Ergebnisse können je nach Material, Drucker und Einstellungen abweichen. Beispielwerte: Stand Oktober 2026.
