ETF-Sparplan: so viel kommt am Ende raus

ETF-Sparplan verstehen: Rate, Laufzeit, Rendite minus TER. Beispiel 200 € über 20 Jahre rund 101.700 € – mit Rechner, ohne Anlageberatung.

Ein ETF-Sparplan wächst über Rate, Laufzeit und Rendite minus TER. 200 € im Monat über 20 Jahre bei 7 % und 0,2 % Kostenquote werden grob 101.700 € – 48.000 € hast du eingezahlt. Steuern und Inflation schiebst du optional dazu. Mit ETF-Rechner, ohne Anlageberatung.

ETF-Sparplan: die kurze Antwort

Ein ETF-Sparplan ist regelmäßiges Investieren in einen Indexfonds: du bestimmst eine Rate, der Broker kauft monatlich Anteile. Was am Ende im Depot steht, hängt vor allem von Rate, Laufzeit, Rendite und Kosten ab – nicht vom Timing einzelner Tage. 200 € im Monat über 20 Jahre bei 7 % und 0,2 % TER werden grob 101.700 €, davon 48.000 € eingezahlt. Das ist eine Modellrechnung, keine Prognose.

Zahlen statt Bauchgefühl: Der ETF-Rechner setzt Startkapital, Sparrate, Rendite, TER, Dynamik, Inflation und optional Steuern in ein Endkapital um.

Was ein ETF hier bedeutet

ETF heißt Exchange Traded Fund: ein Fonds, der an der Börse gehandelt wird und meist einen Index abbildet, zum Beispiel einen Welt-Aktienindex. Du kaufst kein Einzelaktien-Puzzle, sondern einen Korb. Ausschüttend zahlt Dividenden aus, thesaurierend legt sie an. Für den Rechner zählt die erwartete Gesamtrendite, nicht der Produktname.

Die vier Hebel, die wirklich zählen

HebelWarum er wirktIm Rechner
SparrateMehr Einzahlung, mehr Kapital, das verzinst wird.Monatliche Rate
LaufzeitZinseszins braucht Jahre, nicht Wochen.1–50 Jahre
Rendite minus TERKosten fressen jedes Jahr denselben Anteil.Rendite und TER getrennt
Steuern / InflationWas bleibt und was die Kaufkraft noch wert ist.optional

Einmalbeträge arbeiten die volle Zeit. Raten, die erst in Jahr 15 starten, haben weniger Zinseszins – deshalb wirkt ein früher Start stärker als eine später verdoppelte Rate.

Beispiel 200 € über 20 Jahre

AnnahmeWert
Einzahlungen48.000 €
Endkapital nach 0,2 % TERrund 101.700 €
Wertzuwachsrund 53.700 €
Ohne TER (0 %)rund 104.200 €
Kaufkraft bei 2 % Inflationrund 68.400 €

Die 7 % sind eine glatte Langfrist-Annahme für breite Aktienmärkte, kein Versprechen. Schiebe die Rendite im Rechner auf 5 % und 9 %, dann siehst du die Spanne – die gehört zur Einordnung dazu, nicht nur die Default-Zahl.

Steuern: einmal grob, nicht monatlich

In Deutschland greift die Abgeltungsteuer (25 % plus Solidaritätszuschlag = 26,375 %). Bei Aktien-ETFs bleiben 30 % der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung, § 20 InvStG). Der Sparerpauschbetrag liegt 2026 bei 1.000 €, zusammen 2.000 €. Der Rechner zieht das am Ende vom Gewinn ab – so siehst du die Größenordnung nach Verkauf.

Was fehlt: die Vorabpauschale auf thesaurierende Fonds während der Haltedauer. Die hängt am Basiszins des BMF und wird auf den späteren Verkauf angerechnet. Deshalb ist die Steuerzeile ein Richtwert, kein Finanzamt. Kirchensteuer (8 oder 9 %) kannst du zuschalten.

Dynamik und Inflation

Dynamik heißt: die Rate steigt jedes Jahr, zum Beispiel um 2 %, grob analog zur Inflation oder zu einer Gehaltsrunde. Dann zahlst du insgesamt mehr ein – und der Endwert steigt mit. Die Inflation im Rechner mindert nur die Kaufkraft des Endkapitals, sie ändert die Depotzahl nicht. 101.700 € in 20 Jahren sind bei 2 % Inflation rund 68.400 € in heutigen Preisen.

In 3 Schritten planen

  1. Rate wählen, die nach Miete und Puffer wirklich jeden Monat sitzt – nicht die Maximalfantasie.
  2. Im ETF-Rechner Laufzeit und eine konservative plus eine freundliche Rendite vergleichen. TER aus dem Factsheet des konkreten ETF übernehmen.
  3. Steuern nur anschalten, wenn du den Verkaufsfall sehen willst. Danach Kosten vertiefen: TER bei ETFs.

Was dieser Text nicht ersetzt

Keine Anlageberatung, keine Steuerberatung, keine Empfehlung für Welt-ETF, Anleihenmix oder Depotbank. Kursschwankungen, Einzahlpausen und ein Verkauf mitten in einem Crash kommen in der Formel nicht vor. Wer nur den Zinseszins ohne Fondskosten braucht, nimmt den Zinseszins-Rechner.

Kurz zusammengefasst

ETF-Sparpläne wachsen über Rate × Zeit × (Rendite − TER). 200 € über 20 Jahre bei 7 % und 0,2 % TER landen grob bei 101.700 €. Kosten, Steuern und Inflation schiebst du im ETF-Rechner dazu – ohne Anmeldung, ohne Gewähr.

Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Anlage- oder Steuerberatung.

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ETF-Sparplan berechnen – Endkapital aus Rate, Rendite, TER und Laufzeit, optional Dynamik, Inflation und Abgeltungsteuer, als Richtwert ohne Gewähr.

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Häufige Fragen

Was ist ein ETF-Sparplan?

Du lässt den Broker monatlich Anteile eines Indexfonds kaufen. Rate, Laufzeit, erwartete Rendite und TER bestimmen grob das Endkapital – nicht der einzelne Börsentag.

Wie viel kommt bei 200 Euro ETF-Sparplan nach 20 Jahren raus?

Bei 7 % und 0,2 % TER rund 101.700 €, davon 48.000 € Einzahlungen. 5 % oder 9 % Rendite ändern die Zahl stark – im ETF-Rechner vergleichen.

Welche Rendite soll ich annehmen?

Keine Garantie. 6–8 % sind eine glatte Langfrist-Annahme für breite Aktienmärkte. Immer eine niedrigere Variante danebenlegen. Vergangene Kurse sind keine Prognose.

Wie werden ETFs in Deutschland versteuert?

Abgeltungsteuer 25 % plus Soli (26,375 %), bei Aktien-ETFs 30 % Teilfreistellung, Sparerpauschbetrag 1.000 € bzw. 2.000 €. Der Rechner zieht das grob am Ende ab, ohne Vorabpauschale.

Was ist besser – Einmalbetrag oder Sparplan?

Was schon da ist, arbeitet die volle Zeit. Die Rate nutzt Durchschnittskosteneffekt und Disziplin. Beides kannst du im Rechner kombinieren.

Gibt es einen kostenlosen ETF-Rechner?

Ja. Der ETF-Rechner auf machsklar.de zeigt Endkapital, TER-Effekt und optional Steuern – ohne Anmeldung, keine Anlageberatung.