TER bei ETFs: warum kleine Kosten große Summen werden

TER bei ETFs erklärt: 0,2 % Kostenquote über 20 Jahre knabbern rund 2.500 € vom Sparplan – Vergleichstabelle und ETF-Rechner, ohne Produktempfehlung.

Die TER ist die jährliche Gesamtkostenquote eines ETF und mindert die Rendite jedes Jahr. 200 € über 20 Jahre bei 7 %: 0,2 % TER kosten grob 2.500 € Endwert, 1,5 % rund 17.100 €. Deshalb Rendite und TER getrennt rechnen – mit ETF-Rechner, ohne Produktempfehlung.

TER: die kurze Antwort

Die TER (Total Expense Ratio) ist die jährliche Gesamtkostenquote eines ETF. Sie wird nicht als Rechnung abgebucht, sondern laufend aus dem Fondsvermögen genommen. 0,2 % klingen nach Kleinkram – über 20 Jahre mit 200 € Sparrate und 7 % Marktrendite fehlen trotzdem rund 2.500 € im Depot, nur wegen dieser Differenz zu 0 %. Deshalb gehören Kosten in denselben Blick wie die Rendite.

Den Effekt siehst du direkt: Im ETF-Rechner steht die Zeile „Effekt der TER“ neben dem Endkapital.

Was in der TER steckt – und was nicht

Meist in der TERMeist extra
Verwaltungsgebühr, IndexlizenzOrdergebühr oder Spreads beim Broker
Depotbank des Fonds, Prüfung, VeröffentlichungWechselkurs bei Käufen in fremder Währung
ein Teil der laufenden FondskostenAusgabeaufschlag (bei ETFs typisch 0 %)

Vergleiche deshalb Factsheet-TER und Depotkosten. Viele Sparpläne auf große ETFs sind beim Broker 0 € – dann bleibt die TER der Hebel, den du über die Produktwahl steuerst.

Warum 0,2 Prozent keine Kleinigkeit sind

Der Rechner zieht die TER von der erwarteten Rendite ab: 7,0 − 0,2 = 6,8 % netto, monatlich aufgezinst. Dieselbe Börse, weniger Endwert. Im Standardbeispiel (200 €, 20 Jahre, 7 %):

TERNettorenditeEndkapital grobUnterschied zu 0 %
0,00 %7,0 %104.185 €
0,20 %6,8 %101.692 €rund 2.500 €
0,50 %6,5 %98.084 €rund 6.100 €
1,50 %5,5 %87.125 €rund 17.100 €

Die 1,50-%-Zeile entspricht eher einem teuren aktiven Fonds als einem breiten Welt-ETF. Der Vergleich zeigt die Richtung: Kosten wirken jedes Jahr auf das ganze Depot, nicht nur auf die neue Rate.

Typische Größenordnungen

  • Große Aktien-ETFs auf Welt oder USA: oft etwa 0,07–0,30 % TER. Genau steht es im KIID/Factsheet, nicht in der Werbung.
  • Nischen, Strategie, Hebel: teurer. Mehr Komplexität, höhere Quote – der Rechner macht den Endwert-Unterschied sichtbar, bewertet aber nicht, ob die Strategie das wert ist.
  • Thesaurierend vs. ausschüttend: ändert die TER nicht automatisch. Es ändert Cashflow und grob die Steuer-Zeitpunkte, nicht die Kostenquote selbst.

TER ist nicht die Rendite

Ein ETF mit 0,10 % TER kann über zehn Jahre schlechter laufen als einer mit 0,25 %, wenn der abgebildete Index anders ist oder der Tracking Error groß. Zuerst Markt und Index wählen, dann unter ähnlichen Produkten die günstigere TER. Der Rechner hält die Marktrendite fest und ändert nur die Kosten – genau dafür ist die TER-Zeile da.

In 3 Schritten Kosten prüfen

  1. TER aus dem aktuellen Factsheet des ETF ablesen, nicht aus einem alten Blogartikel.
  2. Im ETF-Rechner dieselbe Rendite einmal mit 0,2 % und einmal mit 0,5 % oder 1,5 % rechnen. Die Differenz ist der Preis der Quote.
  3. Broker-Sparplan-Gebühr extra denken: 1,50 € je Ausführung auf 50 € Rate sind 3 % der Rate – das schlägt eine TER von 0,2 % oft. Dann Rate oder Depot wechseln, nicht nur den ETF.

Was dieser Text nicht ersetzt

Keine Produktempfehlung, kein Ranking, keine Aussage über Tracking Difference oder Wertpapierleihe. Steuern sind ein anderes Thema – grob im Rechner und im Ratgeber ETF-Sparplan. Reine Zinseszins-Formel ohne Fondskosten: Zinseszins-Rechner.

Kurz zusammengefasst

TER mindert jedes Jahr die Rendite. Bei 200 € über 20 Jahre und 7 % Markt kosten 0,2 % grob 2.500 € Endwert, 1,5 % ein Vielfaches. Deshalb Rendite und TER im ETF-Rechner getrennt eintragen – ohne Anmeldung, ohne Gewähr.

Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Anlageberatung.

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Häufige Fragen

Was bedeutet TER bei einem ETF?

Total Expense Ratio: jährliche Gesamtkostenquote, die das Fondsvermögen belastet. 0,2 % TER auf 7 % erwartete Rendite ergeben 6,8 % netto im Modell.

Wie stark drückt die TER den ETF-Sparplan?

Im Beispiel 200 €, 20 Jahre, 7 % fehlen bei 0,2 % TER rund 2.500 € gegenüber 0 %, bei 1,5 % rund 17.100 €. Der ETF-Rechner zeigt den Effekt live.

Ist eine niedrige TER immer besser?

Unter ähnlichen Indizes ja als Kostenhebel. Unterschiedliche Märkte oder großer Tracking Error können das überlagern. Zuerst Index, dann Quote.

Gehören Broker-Gebühren zur TER?

Nein. Order- oder Sparplangebühren kommen extra. 1,50 € auf 50 € Rate sind 3 % der Rate – oft teurer als 0,2 % TER.

Welche TER ist bei Welt-ETFs üblich?

Große Aktien-ETFs liegen oft bei etwa 0,07–0,30 %. Die aktuelle Zahl steht im Factsheet, nicht in älteren Artikeln.

Kann ich ETF-Kosten online rechnen?

Ja. Im ETF-Rechner auf machsklar.de TER eintragen – Endkapital und Kosten-Effekt sofort, kostenlos, ohne Anmeldung.