Infill-Materialrechner
Infill-Material berechnen: Gewicht aus Modellvolumen, Oberfläche, Wandstärke und Füllgrad schätzen und sehen, warum weniger Infill nicht linear Material spart.
Der Materialverbrauch ist nicht proportional zum Infill, weil Wände massiv bleiben. Ein Modell mit 100 cm³, 150 cm² Oberfläche und 1,2 mm Hülle braucht bei 15 % Infill rund 30 cm³. Eine Verdopplung auf 30 % erhöht das Material nur um rund 41 %, nicht um 100 %.
Aus CAD, Slicer oder dem STL-Analyse-Tool.
Aus CAD oder dem STL-Analyse-Tool.
Mittlere Dicke von Wänden, Boden und Deckel.
Erweiterte Optionen
Nur bei „Eigene Dichte“, am besten aus dem Datenblatt deiner Rolle.
Geschätztes Gewicht
38 g
- Material
- 30,3 cm³
- Davon Hülle
- 18 cm³
- Davon Infill
- 12,3 cm³
- Bei doppeltem Infill
- 41 % mehr Material
- Materialkosten
- 0,83 €
So wurde gerechnet
- Hülle: 150 cm² × 0,12 cm = 18 cm³
- Innenraum: 100 cm³ − 18 cm³ = 82 cm³
- Material: 18 cm³ + 82 cm³ × 15 % = 30,3 cm³
Alle Berechnungen dienen der Orientierung und erfolgen ohne Gewähr. Tatsächliche Ergebnisse können je nach Material, Drucker und Einstellungen abweichen.
Infill-Materialrechner: Wofür?
Wie viel sparst du wirklich, wenn du den Füllgrad senkst? Der Rechner trennt massive Hülle und Innenraum und zeigt, warum der Effekt oft kleiner ist als erwartet.
So funktioniert es
Der Rechner schätzt die massive Hülle aus Oberfläche mal Wanddicke und füllt nur den verbleibenden Innenraum mit dem eingestellten Anteil. Das erklärt, warum sich Infill nicht linear auswirkt.
Bei kleinen, dünnen Teilen besteht das Modell fast nur aus Hülle, bei großen, massigen wirkt sich Infill stärker aus. Stützen, Brim und Muster sind nicht enthalten, dafür braucht es den Slicer.
Formeln
| Größe | Formel |
|---|---|
| Hülle | V_H = Oberfläche × Hülldicke, höchstens V |
| Material | V_M = V_H + (V − V_H) × Infill |
| Gewicht | m = V_M × ρ |
Genauigkeit und Annahmen
- Grobe Näherung: Überlappungen an Kanten und unterschiedliche Dicken von Wand, Boden und Deckel sind nicht berücksichtigt. Der Slicer liefert den genauen Wert.
- Dichten sind Datenblattwerte einzelner Produkte (Prusament PLA, Bambu PLA-CF, sonst Polymaker) und unterscheiden sich je nach Hersteller und Mischung. PolyLite PLA liegt zum Beispiel bei 1,17 statt 1,24 g/cm³.
Beispiel
| Eingabe | Wert |
|---|---|
| Modellvolumen | 100 cm³ |
| Oberfläche | 150 cm² |
| Massive Hülle | 1,2 mm |
| Infill | 15 % |
| Material | PLA (1,24 g/cm³) |
| Filamentpreis | 22 €/kg |
- Hülle: 150 cm² × 0,12 cm = 18 cm³
- Innenraum: 100 cm³ − 18 cm³ = 82 cm³
- Material: 18 cm³ + 82 cm³ × 15 % = 30,3 cm³
Geschätztes Gewicht: 38 g
In 3 Schritten
- Trage Volumen und Oberfläche ein, etwa aus dem STL-Analyse-Tool.
- Wähle mittlere Hülldicke, Infill und Material.
- Vergleiche Füllgrade und prüfe das Ergebnis im Slicer.
Passende Rechner und Tools
- Filament-Bedarfsrechner – Filamentbedarf berechnen: Aus Gewicht je Teil, Stückzahl und Reserve die nötige Filamentmenge, Länge und Rollenzahl für dein Projekt oder deine Serie ermitteln.
- Wandstärken-Rechner – Wandstärke im 3D-Druck berechnen: Die passende Perimeterzahl zur Modellwand, Lücken vermeiden und Mindestwerte zur Düse mit Beispielen für dein Profil.
- Filament-Kosten-Rechner – Filamentkosten berechnen: Materialkosten eines 3D-Drucks aus Gewicht oder Länge, Rollenpreis und Rollengewicht, mit Preis pro Gramm und Meter.
- STL-Analyse: Volumen und Fehler prüfen – STL-Datei analysieren: Maße, Volumen, Oberfläche und offene Kanten eines 3D-Modells ermitteln, mit Gewichtsgrenze und Kosten. Lokal im Browser ohne Upload.
- Alle Rechner und Tools zum 3D-Druck im Überblick
Unverbindliche Orientierung, keine fachliche, rechtliche oder steuerliche Beratung. Alle Angaben ohne Gewähr.
Häufige Fragen
Spart halber Infill die Hälfte des Materials?
Nein. Wände, Boden und Deckel bleiben gleich. Vor allem bei kleinen Teilen ist die Ersparnis deutlich kleiner als die Prozentzahl vermuten lässt.
Wie viel Infill braucht ein Teil?
Das hängt von der Anwendung ab. Oft bringen zusätzliche Wände mehr als mehr Infill. Belastete Teile musst du testen, der Rechner trifft darüber keine Aussage.
Warum zeigt der Slicer ein anderes Gewicht?
Weil er die echte Geometrie schneidet, Überlappungen, Muster und Stützen berücksichtigt und oft eine eigene Dichte verwendet. Sein Wert ist der genauere.
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