Der Weihnachtskalender 2026
| Datum 2026 | Anlass | Typischer Brauch |
|---|---|---|
| So., 29. November | 1. Advent | Erste Kerze am Adventskranz |
| Di., 1. Dezember | Start des Kalenders | Erstes Türchen öffnen |
| Fr., 4. Dezember | Barbaratag | Zweige ins Wasser stellen |
| So., 6. Dezember | Nikolaus und 2. Advent | Geputzte Stiefel vor der Tür |
| So., 13. Dezember | 3. Advent | Dritte Kerze |
| So., 20. Dezember | 4. Advent | Vierte Kerze |
| Do., 24. Dezember | Heiligabend | Kirche, Essen, Bescherung |
| Fr., 25. und Sa., 26. Dezember | Weihnachtsfeiertage | Familie, Festessen |
Der 24. Dezember ist kein gesetzlicher Feiertag. Der 25. und 26. Dezember sind es bundesweit. Alle Termine nach Bundesland stehen im Feiertagskalender, die Zeit bis zum Fest zählt der Countdown-Rechner.
Advent: Kranz, Kalender und Plätzchen
Adventskranz: Er geht auf den Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern zurück. Er soll 1839 einen Kranz mit vielen Kerzen für die Kinder eines Rettungshauses aufgestellt haben. Das Goethe-Institut nennt ursprünglich 23 Kerzen, heute sind es meist vier. Tannengrün kam erst später hinzu.
Adventskalender: Laut Schwäbischer Zeitung nähte die Mutter des späteren Verlegers Gerhard Lang ihm 24 Gebäckstücke auf einen Karton. 1908 brachte er den Kalender „Im Lande des Christkindes“ heraus. Andere Quellen nennen frühere Vorläufer. Welcher Kalender zu wem passt, liest du im Kalender-Vergleich.
Plätzchen und Weihnachtsmarkt: Backen, Stollen, Lebkuchen und der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt gehören für viele zur Vorweihnachtszeit. In einer Statista-Umfrage von 2024 nannten 61 % Kekse, Stollen oder Lebkuchen und 62 % Geschenke als Teil der Weihnachtszeit.
Barbarazweige und Nikolaus
Barbarazweige (4. Dezember): Du schneidest Zweige von Kirsche, Apfel oder Forsythie und stellst sie in die warme Wohnung. Blühen sie an Weihnachten, gilt das als gutes Zeichen. Der Brauch geht auf die Legende der heiligen Barbara zurück.
Nikolaus (6. Dezember): Kinder stellen abends geputzte Stiefel vor die Tür und finden morgens Süßes, Nüsse oder Obst darin. Der Tag erinnert an Bischof Nikolaus von Myra. Regional begleitet ihn eine dunkle Gestalt wie Knecht Ruprecht.
Christkind oder Weihnachtsmann?
Laut einem Beitrag der Universität Innsbruck verlegte Martin Luther, der die Heiligenverehrung ablehnte, die Bescherung 1535 vom Nikolaustag auf Weihnachten. Daraus entstand das Christkind, das nicht das Jesuskind in der Krippe darstellt, sondern eine Figur aus Krippenspielen. Traditionell bringt es vor allem im Süden und Westen die Geschenke, der Weihnachtsmann eher im Norden und Osten. Die Grenzen sind fließend.
Auch die Erzählung, Coca-Cola habe den Weihnachtsmann erfunden, stimmt nicht. Das bekannte Bild prägte unter anderem der aus Deutschland stammende Zeichner Thomas Nast lange vor den Werbekampagnen.
Heiligabend: Baum, Kirche, Bescherung
Der Baum wird oft erst kurz vor dem Fest geschmückt. Viele Familien besuchen Gottesdienst oder Krippenspiel, singen gemeinsam und bescheren am Abend. Beim Essen ist Bodenständiges verbreitet: Kartoffelsalat mit Würstchen. Das Goethe-Institut erklärt das damit, dass früher am Vormittag noch gearbeitet wurde und wenig Zeit zum Kochen blieb.
Weitere Bräuche und regionale Besonderheiten
- Wichteln und Wunschzettel: Beim Wichteln zieht jeder einen Namen und beschenkt eine Person. Ideen für Geschenke findest du unter Geschenkideen zu Weihnachten.
- Festessen: An den Feiertagen sind in vielen Familien Gans, Ente oder Braten üblich.
- Erzgebirge: Schwibbögen, Räuchermännchen und Nussknacker prägen die Region und sind weit darüber hinaus bekannt.
- Weihnachtsfilme und Karten: Auch Filme und Weihnachtsgrüße gehören laut Stuttgarter Zeitung für viele zum Fest.
Eine feste Pflichtliste gibt es nicht. Bräuche unterscheiden sich nach Region, Glaube und Familie. Such dir aus, was zu euch passt.
Datenstand: 30. Oktober 2026. Zur Geschichte einiger Bräuche gibt es abweichende Darstellungen. Die Angaben zum Ursprung sind deshalb als Überlieferung zu verstehen.
