Womit du verdienen kannst
| Modell | Vorteil | Risiko |
|---|---|---|
| Eigene Produkte | Eigene Marke, weniger direkter Vergleich | Entwicklung kostet Zeit |
| Maßanfertigung und Ersatzteile | Kunden zahlen für die Lösung | Viel Abstimmung, Rechte und Haftung prüfen |
| Druckdienst für Firmen oder Vereine | Planbare Aufträge möglich | Termindruck, Preisvergleich |
| Digitale Modelle verkaufen | Keine Druckkosten | Reichweite aufbauen dauert |
| Beliebte Dateien nachdrucken | Schneller Start | Lizenzprobleme und harte Konkurrenz |
Eine ehrliche Rechnung
Ein Teil verkaufst du für 19 € brutto. Nach 19 % Umsatzsteuer bleiben netto 15,97 €. Nimm an, dass Material, Maschine und Arbeit je 2, 2 und 3 € kosten, Versand 2,50 €, und die Plattform 6,5 % vom Bruttopreis behält (1,24 €). Übrig bleiben 5,23 € vor Einkommensteuer und Betriebskosten. Für 500 € Gewinn im Monat müsstest du bei dieser Rechnung rund 96 Teile verkaufen.
Prüfe das mit deinen Zahlen im Gewinnrechner und setze den Preis mit dem Verkaufspreis-Rechner. Vergiss deine eigene Zeit nicht. Zu niedrige Preise wirken erst wie ein Vorteil, kosten dich aber bei jedem Auftrag.
Was du vor dem ersten Verkauf klären solltest
- Gewerbe: Wer regelmäßig mit Gewinnabsicht verkauft, muss in der Regel ein Gewerbe anmelden. Eine feste Mindestgrenze gibt es dafür nicht. Frag im Zweifel beim Gewerbeamt nach.
- Kleinunternehmerregelung: Sie setzt nach § 19 UStG seit 2025 voraus, dass der Vorjahresumsatz höchstens 25.000 € betrug und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschritten werden. Die Steuererklärung bleibt trotzdem nötig.
- Modellrechte: Für verkaufte Drucke brauchst du eigene Designs oder eine passende Lizenz. Siehe Was darf man nicht 3D-drucken?.
- Produktsicherheit: Seit 13. Dezember 2024 gilt die EU-Verordnung über die allgemeine Produktsicherheit (GPSR). Sie verlangt unter anderem eine Risikobewertung, Herstellerangaben und Rückverfolgbarkeit.
- Verpackungen: Versandkartons musst du in der Regel im Register LUCID anmelden und an einem System beteiligen.
- Besondere Produkte: Für Spielzeug, Teile mit Lebensmittelkontakt oder Elektrik gelten weitere Vorschriften. Hol dir hier fachlichen Rat.
Etsy und andere Plattformen
Etsy hat seine Regeln im Juni 2025 verschärft: 3D-gedruckte Artikel müssen auf dem eigenen Originaldesign des Verkäufers beruhen, wie TCT Magazine berichtet. Fremde Vorlagen reichen dort nicht mehr. Lies vor dem Start die aktuellen Regeln deiner Plattform.
So startest du mit wenig Risiko
- Such dir eine enge Nische, zum Beispiel Halterungen für ein bestimmtes Hobby.
- Entwirf ein eigenes Produkt und teste es selbst.
- Kalkuliere mit Fehldrucken, Gebühren, Versand und deiner Zeit.
- Beginne mit kleinen Mengen, und investiere erst nach echten Verkäufen.
- Plane Serien erst dann, wenn die Nachfrage da ist. Dabei helfen Serienkalkulator und Farm-Kalkulator.
Alle Berechnungen dienen der Orientierung und erfolgen ohne Gewähr. Tatsächliche Ergebnisse können je nach Material, Drucker und Einstellungen abweichen. Keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand: Oktober 2026.
